Wer kennt sie nicht, die Weintrinker, die an geselligen Abenden über ihren Wein fachsimpeln? Dabei kann die Weinsprache gerade für Einsteiger in die Welt der Weine sehr verwirrend sein. Damit auch ihr solchen Weinexperten das Wasser (oder den Wein) reichen könnt, haben wir euch die wichtigsten Weinbegriffe aufgelistet.

A wie Abgang

Der Abgang ist der Geschmack nach dem Schlucken des Weins. Bei gutem Wein ist der Abgang lang anhaltend, wie bei Neuspergerhofs Riesling Bienenglück „Löß“. 

B wie Bukett

Das Bukett oder Bouquet bezeichnet den Duft des Weins. Wenn ein Wein viele Dufteindrücke hinterlässt, so hat er ein komplexes Bukett.

D wie Dekantieren

Dekantieren nennt man das Umfüllen von (meist rotem) Wein in eine Karaffe, damit er atmen, also sein Aroma entfalten kann.

E wie Extraktreich

Weine sind extraktreich, wenn sie viel Substanz haben, also mit vielen Inhaltsstoffen (viele Tannine, viel Alkohol, usw) beinhalten. In der Regel ist Rotwein extraktreicher als Weißwein.

F wie feinherb

Feinherb ist ein anderer Ausdruck für halbtrocken. Ein feinherber Wein enthält maximal 9 bis 18 g/l unvergorenen Zucker. Als Beispiel für einen guten, feinherben Rotwein, präsentieren wir euch den veganen Portugieser des Weingutes Kilian Bopp

G wie Gärung

Die Gärung ist ein Prozess, der aus der Wirkung der Hefe den Zucker des Traubensaftes zu Alkohol umwandelt.

H wie herb

Ein herber Wein hat sehr viele Gerbstoffe (Tannine).

K wie Körper

Als Körper wird die Vollmundigkeit des Weins bezeichnet. Der Körper ist durch Alkohol-, Zucker- und Extraktgehalt geprägt. Weine mit beispielsweise vielen Extrakten haben einen schweren Körper.

L wie Lese

Die Trauben-, oder auch Weinlese bezeichnet im Weinbau die Weintraubenernte.

M wie Most

Most ist der abgepresste Traubensaft, aus dem ein Wein entsteht.

N wie nussig

Als nussig wird ein aromatisches Merkmal bestimmter Rebstorten bezeichnet, wie beispielsweise dem Weißburgunder.
Ein

P wie pikant

Als pikant bezeichnet man einen frischen, säurebetonten, würzig-fruchtigen Wein.

Q wie Q.b.A.

Q.b.A. ist in Deutschland die Abkürzung für „Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete“. Diese Weine dürfen zur Erhöhung des Alkoholgehaltes mit Zucker angereichert werden.

R wie rassig

Als rassig wird ein ausdrucksvoller Wein mit lebhafter Säure bezeichnet.

S wie Spiel

Mit Spiel ist das Zusammenspiel von Süße und Säure gemeint. Ein Spiel ist harmonisch, wenn der süße und saure Geschmack ausgewogen sind.

T wie Tannine

Tannin ist ein Synonym für „Gerbstoff“, eine Subnstanz, aus der Traubenschale oder Holzfaserung von Holzfässern, die den Weingeschmack prägt.

V wie Volumen

Der Begriff Volumen ist in der Weinsprache das gleiche wie der Körper. Dabei kann das Volumen breit (groß) oder schlank (leicht) sein.

W wie weich

Sogenannte weiche Weine haben nur eine milde Säure, sind also angenehmer und geschmeidiger im Mund.

Mit diesen paar Weinbegriffen lässt es sich nun bestimmt schon selbstbewusster und fachlicher über Wein plaudern. Um noch mehr Durchblick in das weite Feld der Weinsprache zu erlangen, könnt ihr einen Blick in unseren Blogbeitrag „Das ABC der Weinsprache Teil 1: vinovega erklärt die wichtigsten Begriffe“ werfen. Viel spaß beim Stöbern!