Warum leben immer mehr Leute vegetarisch oder vegan? Und ist das überhaupt gesund? In diesem Blogbeitrag stellt sich vinovega der Frage, ob Veganismus immer mehr zu einer Lebenseinstellung eines Kleinteiles der Bevölkerung wird – oder doch nur ein kurzer Hype bleibt. Wir haben das Thema für euch genau unter die Lupe genommen.

Veganismus – was bedeutet das überhaupt?

Der Veganismus ist eine aus dem Vegetarismus hervorgegangene Einstellung sowie Lebens- und Ernährungsweise.

Vegetarier verzichten auf den Konsum von Fleisch- und Fischprodukten, denn sie möchten für das Töten und Schlachten von Tieren nicht mitverantwortlich sein.

Menschen, die vegan leben, meiden alle Nahrungsmittel und Produkte tierischen Ursprungs. Vegan zu leben bedeutet auch darauf zu achten, dass sich keine Substanzen mit tierischem Ursprung in Kleidung, Kosmetikprodukten und andern Gegenständen des Alltags wiederfinden. Denn Veganismus bedeutet nicht nur, keine Tiere mehr zu essen, sondern auf Milchprodukte und Eier sowie auf Leder, Wolle und Seidenprodukte zu verzichten.

Vegane Produkte werden auch von Menschen konsumiert, die grundsätzlich nicht auf Produkte tierischen Ursprung verzichten möchten, deren Konsum sie aber aus Gründen wie beispielsweise der Welternährungsproblematik oder dem Tierschutz zuliebe, verringern möchten. Auch der Einzelhandel vermarktet zunehmend vegane Produkte.

Veganismus in Deutschland

Der Vegetarierbund Deutschland -kurz VEBU- schätzte im Januar 2015 etwa 900.000 vegan lebende Menschen in Deutschland. In einer Umfrage zu den Ernährungsgewohnheiten der Deutschen kam heraus, dass sich 1% der Befragten als Veganer oder Flexi-Veganer identifiziert. Flexi-Veganer essen nur selten und nur ausgewähltes Fleisch bzw. tierische Produkte und dies auch nur in Maßen.

Vegane Welternährung

Viele vegane Organisationen nehmen an, dass eine vegane Ernährung positive Folgen für die Welternährung haben wird. Wegen den niedrigen Futterversionsraten der Tierproduktion wird angenommen, dass vegane oder vegetarische Ernährungsweisen in den Industrieländern die Ernährungssituation in den Entwicklungsländern stark verbessern könnte. Die aktuell landwirtschaftlich nutzbare Fläche bei ausschließlich vegetarischer Ernährung ergibt eine Kapazität der Lebensmittelversorgung für ca. 10 Milliarden Menschen. Statistiken zufolge wird die globale Nachfrage nach tierischen Produkten besonders in den Entwicklungs- und Schwellenländern in Zukunft noch weiter ansteigen.

Für Veganer ist es nicht natürlich, die Muttermilch anderer Lebewesen zu trinken. Sie begründen dies damit, dass 66-80% der erwachsenen Weltbevölkerung aufgrund einer Laktoseintoleranz Milchprodukte nicht ohne Beschwerden trinken oder verdauen können.

Für die Produktion von Fleisch werden große Mengen an Futtermitteln verfüttert. Oft werden die Tiere mit Getreide und Soja gemästet. Veganer sind der Meinung, dass Getreide und Soja auch direkt für die menschliche Ernährung verwendet werden kann, zum Beispiel in Hungergebieten.

Vegane Ernährung – wie gesund ist das?

Diese Nährstoffe sind essentiell für Veganer:

Ballaststoffe: Ein Mensch, egal ob Veganer oder Mischköstler, sollte mindestens 30g Ballaststoffe am Tag zu sich nehmen. Dies kann man erreichen, indem er zum Beispiel drei Scheiben Vollkornbrot, eine Portion Früchtemüsli, zwei bis drei mittelgroße Kartoffeln, zwei mittelgroße Karotten, zwei Kohlrabi, einem Apfel und eine Portion Rote Grütze am Tag isst.

Cholesterin: Der Mensch sollte seine Cholesterinzufuhr auf 300mg pro Tag begrenzen. Der Speiseplan sollte weniger fettreiche und Tieren zugunsten pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst und Getreideprodukte enthalten.

Fettsäuren: Es wird empfohlen, dass der Mensch etwa 96g Fett am Tag zu sich nehmen sollte, dies aber auch nicht überschritten werden darf.

Magnesium: Egal ob Veganer oder Mischköstler, jeder Mensch sollte 400g Magnesium pro Tag zu sich nehmen. Magnesiumreiche Produkte sind Bananen, Mandeln und Walnüsse.

Vitamin E: Veganer übertrafen die Mindestaufnahmemenge an Vitamin E. Denn Vitamin E ist in Pflanzenöle, Kernen, Samen, Nüssen, Getreide, Keimen und in grünem Gemüse vorhanden. Diese Produkte sind gute Fleischersatzprodukte für die vegane Ernährung.

Diese Nährstoffe sind in tierischen Produkten enthalten, und sollten daher von Veganern durch Ersatzprodukte konsumiert werden:

Calcium: Wenn Veganer auf Produkte wie Milch und Käse verzichten, dann nehmen sie zu wenig Calcium zu sich. Die Calciumzufuhr liegt dann deutlich unter den empfohlenen Richtwerten. Normalerweise sollte ein Mensch 900mg Calcium täglich zu sich nehmen, was bei Veganern nicht der Fall ist. Calcium findet man in vielen Lebensmitteln wie zum Beispiel Brokkoli, Grünkohl oder Mineralwasser.

Eisen: Veganer nehmen durchschnittlich mehr Eisen auf als Mischköstler. Männer sollten in der Regel 10mg Eisen zu sich nehmen und Frauen 15mg, da sie durch den Blutverlust mehr Eisen verlieren. Eisen findet man in Lebensmitteln wie Sesam, Linsen und Steinpilzen wieder.

Vitamin D: Vitamin D kann bei ausreichendem Aufenthalt in der Sonne vollständig von der Haut gebildet werden. Diese Nährstoffe kann man aber auch durch Avocado, Pfifferlinge und Champignons zu sich nehmen, ansonsten ist Vitamin D nur in tierischen Produkten wie Fleisch enthalten. Veganer liegen daher deutlich unter der Vitamin D Aufnahme der Mischköstler. Veganer sollten sich deshalb viel in der Sonne aufhalten und ausreichend Avocado, Pfifferlinge und Champignons zu sich nehmen.

Zink: Eine tägliche Zinkzufuhr von 7-10mg wird empfohlen. Gute Quellen dafür sind Fleisch, Eier und Milchprodukte, was für Veganer die Suche nach einer Zinkersatzquelle bedeutet. Hülsenfrüchte und Nüsse bieten für Veganer einen guten Zinkersatz. Aber auch veganes Weizenmischbrot oder Haferflocken sind sehr Zinkhaltige Produkte.

Nährstoffe, die Veganer häufig in zu geringem Maß zu sich nehmen:

Jod: Die Jodzufuhr bei Veganern liegt deutlich unter der von Mischköstlern. Bei schwerem Jodmangeln besteht die Gefahr des Kretinismus (Schilddrüsenunterfunktion). Veganer sollten daher ihre Gerichte mit Jodiertem Speisesalz kochen und Nahrungsmittel wie Brokkoli essen, da in Brokkoli mehr Jod ist, als in anderen Lebensmitteln.

Vitamin B12: Ein Mensch sollte etwa 3 Mikrogramm Vitamin B12 täglich zu sich nehmen. Vitamin B12 ist in Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten und Sauerkraut vorhanden. Veganern wird empfohlen, ihre Vitamin B12-Werte regelmäßig überprüfen zu lassen, Vitamin B12 streng zu planen und wenn nötig durch Nahrungsergänzungsmittel aufzunehmen. Diese kann man in Apotheken kaufen.

Es wird davon abgeraten, dass sich Kinder, schwangere Frauen und ältere Leute vegan ernähren, da diese eine ausreichende Zufuhr aller Nährstoffe brauchen. Eine vegane Ernährungsweise mit genügend Zufuhr aller Nährstoffe ist auf jeden Fall möglich, setzt jedoch ein entsprechendes Ernährungswissen voraus. Es gibt tolle Alternativen zu tierischen Produkte wie beispielsweise Tofu, Soja, Weizen, Lupine, und viele mehr, die einfach als Fleischersatz verwendet werden können. Nicht jeder Mensch ist dafür geeignet, vegan zu leben. Man sollte sich vorher beim Arzt durchchecken lassen, ob der Körper für eine vegane Ernährungsweise geeignet ist.

Weine von vinovega – 100% vegan

Auch Weine werden mit tierischen Produkten hergestellt. Die Winzer des Onlineshop für vegane Weine, vinovega, spezialisieren sich auf Weine ohne tierische Inhaltsstoffe. Das heißt, sie behandeln ihre Weine mit Bentonit, Aktivkohle nichttierischem Ursprung, vegetabile Gelatine oder Sedimentation. Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr in dem Blogbeitrag „Warum veganer Wein?“.

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