Sich vegetarisch oder auch vegan zu ernähren - sprich, komplett auf tierische Produkte zu verzichten - hat zahlreiche positive Nebeneffekte. Nicht nur aufgrund der Tierethik und der Umwelt zuliebe: auch der eigene Körper profitiert - vorausgesetzt man achtet darauf, seinen Körper ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen.

Fit und gesund durch vegane Ernährung

Gänzlich auf Fleisch- und Milchprodukte zu verzichten, kann Fettleibigkeit und Übergewicht verhindern. Denn tierische Produkte haben eine höhere Energiedichte und mehr Fett. Nimmt man also nur noch pflanzliche Nahrung zu sich, gelangen mehr Ballaststoffe in den Körper. Das bedeutet, das Risiko an Diabetes zu erkranken, ist bei Vegetariern und Veganer etwa halb so hoch wie bei Fleischessern. Die erhöhtere Aufnahme von Ballaststoffen und Vollkornprodukten beugt die Entstehung einer Insulinresistenz vor. Das Diabetesrisiko erhöht sich bei einem höheren Fleischkonsum.

Des weiteren bedeutet der Verzicht von Fleisch auch niedrigere Blutdruckwerte und ein damit verbundenes, sehr geringes Risiko für Bluthochdruck. Dies entsteht durch den reichlichen Verzehr von Obst und Gemüse, wodurch mehr Kalium und Magnesium in den Körper gelangt und den Blutdruck besser reguliert.

Gesünderes Herz durch Fleischverzicht 

Durch eine vegetarische bzw. vegane - und dadurch auch gesündere Ernährung, ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen niedriger aufgrund der besseren Blutfettwerte, durch den Verzicht auf Fleisch. Dadurch nehmen Vegetarier und Veganer nämlich weniger gesättigte Fettsäuren und fast gar kein Cholesterin zu sich.

Zudem ist das Risiko, an Krebs zu erkranken geringer durch den erhöhten Verzehr von gesundheitsfördernden pflanzlichen Lebensmitteln. Denn Vitamin C und D, Carotinoide und andere sekundäre Pflanzenstoffe haben eine krebsvorbeugende Wirkung. Der Verzicht von rotem und verarbeitetem Fleisch kann das Krebsrisiko ebenfalls verringern. 

Wichtig: Nährstoffmangel vermeiden

Sich vegetarisch und vegan zu ernähren ist ein großer Schritt für einen gesünderen Körper - ganz wichtig ist jedoch, sich durch den Verzicht von tierischen Produkten keinen Mangelerscheinungen und keiner unbefriedigenden Zufuhr an Nährstoffen auszusetzen.

Beispielsweise Vitamin B12 ist in fast allen tierischen Produkten vorhanden (Rindfleisch, diverse Fischarten, Frischkäse, Ei, Milch, etc.). Um keinen Mangel aufzuweisen, sollten Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden, wie beispielsweise verschiedene Sojaprodukte, Müsli und Fruchtsäfte. 

Zudem ist die Calciumaufnahme bei Vegetariern und Veganern deutlich niedriger als bei Fleischkonsumenten - dieser Mangel sollte ausgeglichen werden. Eine alternative, fleischlose Calciumquelle stellen beispielsweise dunkelgrüne Gemüsearten wie Grünkohl, Brokkoli und Rucola dar oder auch diverse Nussarten wie Mandeln, Haselnüsse, Pistazien oder Sesam.

Der durch Fleischverzicht entstehenden Eisenmangel lässt sich wunderbar mit Sauerkraut, Salat, Hülsenfrüchte, diverse Gemüsearten (Fenchel, Zucchini, Erbsen) und Trockenobst (Aprikose, Datteln, Pfirsich) ausgleichen.
Für unzureichende Vitamin B2-Zufuhr sind Nüsse, Pilze, Ölsaaten und Hülsenfrüchte super Liferanten.

Vegane Alternativen

Heutzutage gibt es für fast alle tierischen Produkte- und Inhaltsstoffe vegane Alternativen: Sojagranulat als Fleischersatz, Reis-, Soja- und Mandelmilch als Kuhmilch-Ersatz. Als Käseersatz werden Hefeschmelz, Streukäse und Schnittkäse aus Kokosöl und Kartoffelstärke hergestellt. Vegane Brotaufstriche aus Gemüsecremes werden ebenfalls immer beliebter. Zudem gibt es viele Alternativen zu eierlosen Nudeln.

Was viele nicht wissen: auch klassischer Wein ist nicht vegan, da er unter anderem mit Eiklar, Fischblase und Gelatine geklärt wird. Doch auch hierfür gibt es zahlreiche Alternativen: Die Weine von vinovega sind alle vegan! Die aus der Pfalz stammenden vinovega-Winzer achten akribisch auf eine tierfreie Herstellung ihrer Weine. Das Ergebnis: qualitativ hochwertige, tierproduktfreie Weine zu einem guten Preis. Jetzt probieren!