Das Thema Geschmacksrichtungen im Wein findet unter den Kennern meist kaum ein Ende: denn bis zu 500 verschiedene Aromastoffen können in einem Wein stecken. Diese Aromen haben ihren Ursprung in der Traube oder entstehen während der Gärung und im Ausbau. Doch wichtig zu erwähnen ist, dass bloß fünf Geschmacksrichtungen für den Wein genau definiert sind. Welche das sind, und was ein Weinkenner meint, wenn er von „trockenem“ oder „lieblichem“ Wein spricht, ist in diesem Artikel erläutert.                                                 

Die fünf Geschmacksrichtungen des Weins

Diese fünf Richtungen bezeichnet man als Süße, Säure, Salz, Bitter und Umami. Die Süße des Weines schmeckt man vorne auf der Zunge. Den salzigen Geschmack nimmt die Zunge an der äußeren Seite wahr. Oberhalb der salzigen Geschmackszone wird die Säure wahrgenommen. Diese ist bei weißem Wein stärker ausgeprägt als bei rotem. Am hinteren Ende der Zunge vernimmt der Weintrinker die Bitternoten. Diese entstehen durch die Tannine im Rotwein oder Weißwein. Der aus Japan stammende Begriff Umami beschreibt das vollmundige Gefühl, welches man bei manch einem Wein verspürt. Dieser legt oftmals einen dünnen Film auf die Zunge.

Eine wichtige Vokabel: der Abgang

Die Dauer des Nachgeschmacks bezeichnet man im Fachjargon als Abgang. Er ist die Entfaltung von einer Fülle an Geschmacksnoten im Mund, den der Wein nach dem Schlucken hinterlässt. Der Abgang ist wichtig zur Beurteilung der Gesamtqualität eines Weines. Ein anhaltender und angenehmer Nachgeschmack zeichnet einen guten Wein aus.

Wie definiert der Restzuckergehalt den Geschmack eines Weins?

Neben den fünf Geschmacksrichtungen des Weins gibt es auch noch weitere Bezeichnungen für den Zuckergehalt im Wein, die jedem Weintrinker einmal über den Weg gelaufen sind und die für Laienohren meist sehr eigentümlich klingen: Trocken, Haltrocken, Feinherb, Lieblich und Süß. Doch was bedeuten diese Begriffe?

Weinauswahl von vinovegaNun, Trocken bedeutet nicht, dass der Wein einen staubigen Beigeschmack hat. Ein trockener Wein definiert sich dadurch, dass er einen geringen Restzuckergehalt hat. Höchsten vier Gramm Zucker pro Liter dürfen trockene Weine enthalten. Diese sind fast ganz oder komplett durchgegoren. Außerdem schmeckt man eine höhere Säure heraus. Halbtrockene Weine haben demnach     einen höheren Restzuckergehalt: höchstens 12 Gramm Zucker pro Liter. Ihr Säuregehalt ist begrenzt. Halbtrockene Weine mit deutlicher Restsüße und einem maximalen Zuckergehalt von neun bis 12 Gramm pro Liter bezeichnet man als Feinherbe Weine. Einen höheren Restzuckergehalt als halbtrockene Weine ist den lieblichen, süß schmeckenden Weinen zugeschrieben. Diese   dürfen jedoch nicht mehr als 45 Gramm Zucker pro Liter enthalten. Süße  beziehungsweise milde Weine haben einen sehr hohen Zuckergehalt: nämlich mindestens 45 Gramm pro Liter. Deshalb werden sie häufig als Dessertweine getrunken.

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